| Interessantes zu Embsen |
Da Embsen zu der Gemeinde Achim gehört, gebe ich hier die Informationen über die Gemeinde Achim wieder. Mit über 30.000 Einwohnern ist Achim die größte Stadt im Landkreis Verden und das attraktive Mittelzentrum im Nordkreis. Sie liegt am Unterlauf der Weser und grenzt unmittelbar an den südöstlichen Stadtrand von Bremen - ihre Stadtgrenze ist gleichzeitig die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Bremen. Die heutige Stadt Achim setzt sich seit der Gebietsreform von 1972 aus den Ortsteilen Baden, Bierden, Bollen, Embsen, Uesen, Uphusen und der 1949 zur Stadt erklärten Gemeinde Achim zusammen. 1989 wird Achim selbständige Stadt. Achim dürfte aber wesentlich älter sein und wohl auf eine fränkische Gründung etwa im 9. Jahrhundert in der Entfernungsmitte zwischen Bremen und Verden zurückgehen. Das ergibt sich schon allein daraus, daß der Ort über Jahrhunderte Zentrum des gleichnamigen Hundertschafts-, später Gohgerichts war. In das Licht der Geschichte trat der Ort im Jahre 1091, als in einem Rechsstreit zwischen dem bremischen Erzbischoff Liemar und dem Hoyaer Adligen Gerhard von Stumpenhusen die "villa Acheim" als Verhandlungsort in einer Urkunde genannt wurde, was gleichzeitig die erste urkundliche Erwähnung des Ortes bedeutete und letzlich Anlaß wurde für die ein ganzes Jahr andauernden 900-Jahr-Feierlichkeiten im Jahre 1991. Die erste Erwähnung der Kirche geht aus dem Jahre 1257 hervor. Teile des Baues könnten noch älter sein. Im 14. Jahrhundert wird das Flachdach der Kirche durch ein Gewölbedach ersetzt. In dieser Zeit wird die Kirche auch um die Kreuzflügel und die gotischen Fenster erweitert. Im Jahr 1573 brennt der Ort bis auf die steinerne Kirche und wenige andere Häuser ab. Während des Dreißigjährigen Krieges speist der König Christian von Dänemark in Achim. Ein explodierender Pulverwagen setzt den Ort in Brand. Diesmal bleibt allein die Kirche stehen. Schon seit 1644 schwedisch besetzt, wird das bis dahin unter der Landesherrschaft des Erzbischofs von Bremen stehende Achim als Teil der nunmehrigen Herzogtümer Bremen und Verden Besitz des Königs von Schweden. Während des nordischen Krieges ist Achim im Jahre 1712 dänisch besetzt. Durch Friedensschluß und Kauf erwirbt der Kurfürst von Hannover 1715 die Herzogtümer Bremen und Verden. Während des Siebenjährigen Krieges wird der Ort von französischen Truppen besetzt. Bei der Windmühle findet 1813 ein Gefecht zwischen russischen Kosaken und französischen Truppen statt. Durch den Wiener Kongress 1815 wird Achim Teil des nunmehrigen Königreichs Hannover. Achim erhält 1847 einen Bahnhof und 1853 entstehen in Achim wegen der Zollverhältnisse Zigarrenfabriken. Aus dem Gohgericht wird 1885 der Kreis Achim gebildet. Im Jahre 1929 wird Borstel eingemeindet. Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform 1932 werden die alten Kreise Achim und Verden zum neuen Kreis Verden zusammengelegt. Achim verliert das Landratsamt. Der Ortsname setzt sich aus den Bestandteilen "ach" (indogermanisch ak, verwandt mit dem lateinischen aqua) mit der Bedeutung "Wasser" und "heim" mit der Bedeutung "Haus" oder "Siedlung" zusammen - eben Achim an der Weser, eventuell zu der Zeit sogar an der Mündung eines Allerarms in die Weser gelegen. |





