| Interessantes zu Kleinmoor |
Da Kleinmoor zu der Gemeinde Lilienthal gehört, gebe ich hier die Informationen über die Gemeinde Lilienthal wieder. Direkt vor den Toren Bremens, aber noch auf niedersächsischem Gebiet, liegt Lilienthal, das Herz der 1232 gegründeten Klostersiedlung der Zisterzienser-Nonnen, jetzt also rund 770 Jahre jung. Erhalten geblieben aus dieser Zeit ist die Klosterkirche, stilvoll, schlank und hoch, ein Musterbeispiel der Norddeutschen Backsteingotik. Eingebettet in grünes Moor- und Wiesenland, eine Brücke zwischen der Großstadt und dem nahegelegenen Teufelsmoor, zudem auch direkt an Worpswede grenzend. Drei Flüsse, Wörpe, Wümme und Hamme mit ihren Niederungsgebieten bestimmen den Landschaftscharakter, ein naturnahes Dorado für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt. Schon für Jahrhunderte ist Lilienthal ein gesuchtes Ausflugsziel, ja, um 1800 wurde es zeitweise sogar zum Bad erhoben und hat sich bis heute eine wohltuend Iändliche Atmosphäre im Schutze seiner weiten Wiesen und Flußlandschaften bewahrt. Viele ehemals selbständige Dörfer - bislang 37 an der Zahl - bilden die heutige Großgemeinde, darunter die 1.300 Jahre alten Ortsteile Trupe und St. Jürgen, für deren Bewohner schon Erzbischof Ansgar im Jahre 865 "im Lande der Gräser" eine Schutz- und Wallfahrtskirche aus Sandsteinen anlegte, den Vorgängerbau der heutigen St. Jürgen-Kirche, 1.180 entstanden. Eine richtige, typisch trutzige Dorfkirche, mit ihrem weißen Mauerwerk und einer starken Umfassung die romantisch schöne Landschaft mit den vielen Fleeten und Sielen prägend. Im alten Ortskern Lilienthals, umgeben von Klosterkirche, Rathaus und historischem Amtsgericht liegt der Amtsgarten, der ehemalige Klostergarten der Zisterzienser-Nonnen. Wie ein damals darin gelegener Heil- und Kräutergarten ausgesehen hat, kann man vor dem ebenfalls dort befindlichen Heimatmuseum studieren, welches auch viele Erinnerungsstücke aus der großen Zeit der Lilienthaler Sternwarte zeigt. Oberamtmann und Astronom Dr. Johann Hieronymus Schroeter hatte im Amtsgarten mit 4 Observatorien die größte Beobachtungsstätte des europäischen Kontinents angelegt und zwischen 1781 und 1816 die Sonne, die Planeten mit ihren Monden und die Kometen untersucht und aufgezeichnet. Heute ist Lilienthal eine moderne Großgemeinde für knapp 19.000 Bewohner mit großzügig angelegten Wohnquartieren und ausgestattet mit viel Grün. Der kurzfristigen Erholung für Bürger und Besucher dienen auch die beiden Gehölze im Ortskern, das Lilienthaler und das Butendieker Holz, beides noch erhaltene ursprüngliche Anlagen der Schutzzone um das Kloster. Lilienthal ist zudem reich an Wegen für Wanderer und Radfahrer, die auf gut ausgebauten Strecken die Schönheit der Landschaft erschließen. An allen wichtigen Kreuzungen und Abzweigungen geben Hinweisschilder Auskunft über Richtung und Streckenlänge. Sie führen durch das Niederungsgebiet der ehemaligen Truper BIänken, in das St. Jürgens-Land mit den malerischen Sielen und Fleeten, den vielen Brücken und Wiesen mit den vielen Blumen und Büschen. Auf allen Strecken laden in kurzen Abständen Gaststätten an interessanten Aussichtspunkten zur Stärkung und Entspannung ein! Die Deiche von Wörpe und Wümme, der Ortskern mit seiner Umgebung, aber auch das nahe gelegene Bremen sind über den historischen Jan-Reiners-Weg gut zu erkunden. |





