| Interessantes zu Kuhstedt |
Der Ort Kuhstedt gehört zur Einheitsgemeinde Gnarrenburg (Niedersachsen). Zahlreiche Hügelgräber, Urnenfriedhöfe und andere Funde zeigen, dass der Ort auf eine Siedlungsgeschichte bis weit in die Vorzeit zurückblicken kann. Schon sehr früh haben sich Menschen hier angesiedelt. Seit die Menschen Beziehungen in diesem Raum aufnahmen, führte hier ein Handelsweg entlang. Dieser Weg lag auf dem Geestrücken nordwestlich der großen Talsenke des Teufelsmoores, und entspricht in etwa dem heutigen Verlauf der B74 (Bremen-Bremervörde-Stade). An dieser bedeutenden Straße, nahezu in der Mitte des Weges liegt der Ort Kuhstedt. An dieser Stelle kreuzt der Weg von der Autobahnanschlußstelle Sittensen nach Bremerhaven. Die Grenzlage des Ortes Kuhstedt am Rande der Geest vor den weiten Flächen des Teufelsmoores spiegelt sich im Namen "Kuhstedt" wieder; denn er bedeutet Grenzstätte. Um 1100 wird der Name erstmals schriftlich erwähnt. 1187 schrieb sich der Ort noch Custede, und die Silbe Cu, Ku, Ko findet sich in Namen von Gewässern, die einst Grenzen bildeten wieder. (Kuhbach, Kuhfleeth, Kograben). 1420 wird Kuhstedt als Kirchort aufgeführt. Die weitere Entwicklung verlief wie in anderen Orten des Bremer Erzbistums. Die heutige Kirche wurde im Jahr 1893 auf Grund einer großzügigen Spende errichtet. 1859 wurde am Nordrand der Gemeinde eine Ziegelei errichtet, die in den 80er Jahren diesen Jahrhunderts stillgelegt wurde. Zur Ortschaft Kuhstedt gehören vier weitere Siedlungen, und zwar Neu Kuhstedt (wahrscheinlich der älteste besiedelte Bereich), Messelskamp (eine nach dem 2. Weltkrieg entstandene Wohnsiedlung), Neu Kuhstedtermoor (Moorsiedlung, die um 1857 herum gegründet wurde) und Kuhstedt Siedlung (eine um 1939 geplante und seit 1946 dann für Flüchtlinge konzipierte und ausgeführte Siedlung). Das Kuhstedter Wappen sieht aus wie ein Schild, der Hintergrund ist grün und wird von links unten nach rechts oben diagonal durch einen Silberstreifen geteilt. Rechts oben leuchtet ein rundes, goldenes Gebilde; ein Radkreuz und rechts unten eine goldene Ähre. Der Silberstreifen stellt die Grenzen dar. Die Ähre zeigt die Bedeutung der Landwirtschaft im Ort. Das Radkreuz wird als altgermanisches Glücks- und Heilzeichen gedeutet; es zeigt, dass Kuhstedt ein sehr altes Dorf mit Tradition ist. |





