| Interessantes zu Riede |
Im Bereich der Weserniederung finden sich Spuren sehr früher Besiedlung. Die Talsandflächen (Riede) sind schon seit der jüngeren Steinzeit besiedelt (bronzezeitlicher Urfriedhof an der Wegstätte). Die Siedlungsgründungen sind im wesentlichen um die Jahrhundertwende abgeschlossen. Am nördlichen Rand der Talsandfläche gelegen, wird "Ride" 1058 erstmals urkundlich erwähnt. Riede wie auch Felde sind typische Namen für Siedlungsgründungen in der Nähe von Gewässern und Niederungen. Die Siedlung Riede entstand am alten Weserlauf/-arm, dem heutigen Landesgraben. Im weiteren Verlauf entsteht in Riede ein unregelmäßiges Streudorf mit Verdichtungsansätzen um die Kirche herum. Zu den Althöfen kommen im 14./15. Jahrhundert die Höfner und Kötner und im 16./17. Jahrhundert die zahlreichen Brinksitzer dazu. Durch die intensive Besiedlung am Rieder Brink/Alten Land und an den Gemarkungsgrenzen werden größere Beweidungsflächen geschaffen, dadurch bedingt die Verheidung und Verwüstung der Wälder (Rieder Bruch, Rieder Holz). Am westlichen Rand der Talsandflächen gelegen, wird "Velde" 1250 erstmals urkundlich erwähnt. Felde ist ursprünglich wohl eine Nachsiedlung von zwei Vollhöfen aus der Rieder Höfnergemeinschaft (evtl. schon im 5./6. Jahrhundert). Erste Ansiedlungen waren wohl im Bereich der Holzseite. Mitte des 19. Jahrhunderts änderte sich das Landschaftsbild entscheidend durch die Verkoppelung der Ackerfluren und die Gemeinheitenteilung. Flurbereinigungen veränderten auch das Straßen- und Wegenetz im Ort. Um 1910 begann der Bau der Kleinbahn. Bis zur Neugliederung der Gemeinden und Landkreise im Jahre 1972 gehörte die jetzige Gemeinde Riede zum Landkreis Grafschaft Hoya. Dadurch hat die Gemeinde Riede noch sehr starke Bindung in den Nachbarraum des früheren Kreises Grafschaft Hoya. 1972 wurden die Gemeinden Riede und Felde zu einer Gemeinde Riede zusammengeschlossen. |





