| Interessantes zu Steimke |
Steimke, der flächenmäßig kleinste Ortsteil Sykes, verfügt über einen der schönsten Abschnitte des Hachetals - hier zugleich Landschaftsschutzgebiet. Das Dorf mit seinen gegenwärtig 755 Einwohnern besaß nie eine eigene Schule, und erst 1864 wurde es auf Antrag der ortsansässigen Hofbesitzer zu einer selbständigen Gemeinde. Hierzu gab die Landdrostei Hannover am 25. August 1864 den behördlichen Segen. Bis dahin hatten die seinerzeit sieben Steimker Bauernhöfe zu Barrien gehört, Hassinghausen und Lindhof mit vier weiteren Hofstellen zu Gessel. Das kommunale Eigenleben Steimkes hätte schon 1929 sein Ende gefunden, wenn es nach den Volksvertretern für den Flecken Syke gegangen wäre. Sie versuchten höheren Orts, die Eingemeindung des kleinen Nachbarn durchzusetzen, doch der trotzte mit gutem Erfolg. Nicht fehlen darf die Geschichte von Hruodwig, dem Stummen aus dem Dorf Stenbiki. Das, so meinen Historiker, sei identisch mit dem Ortsteil Steimke. Irgendwann zwischen 860 und 865 soll sich Hruodwig, "der drei Jahre stumm gewesen war", auf den Weg nach Bremen gemacht haben, um am Grab des Bischofs Willehad Heilung zu suchen. So wird es in einem Bericht des Bremer Erzbischofs Ansgar überliefert. Schweigend habe der Mann aus Stenbiki "den Heiligen um Hilfe" gebeten, "und als Gottes Erbarmen ihm den Mund auftat, begann er plötzlich, die großen Taten des Herrn zu verkünden". |





