Interessantes zu Thedinghausen

Das Wappen von Thedinghausen

Der Erbhof in Thedinghausen

Das Wappen von Thedinghausen Der Erbhof in Thedinghausen
Einwohner: 7.552 Fläche: 65,8 km²
Postleitzahl: 27319 Website ansehen

 

Die Gemeinde Thedinghausen ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Samtgemeinde und im Landesraumordnungsprogramm als Grundzentrum ausgewiesen. Für den Bereich der Samtgemeinde erfüllt der Ort durch sein wirtschaftliches und kleinstädtisches Gepräge sowie als Standort zentraler Einrichtungen die an ein Grundzentrum gestellten Anforderungen.

Geschichtlich war Thedinghausen mit seinen umliegenden Ortschaften im Laufe der Jahrhunderte vielfältigen Wandlungen unterlegen. Die beiden ältesten Kerne von Thedinghausen, Ullenstedt (heute Westerwisch) und Dettenhusen (später Bürgerei) wurden erstmals 1168 und 1250 urkundlich erwähnt. Urkundlich erwähnt wurden die Dörfer Werder 1138, Dibbersen 1168, Eißel 1193, Lunsen, Holtorf und Horstedt 1250, Oenigstedt 1257 und Donnerstedt 1534.

Der Bau einer Burg wurde 1285 durch die Erzbischöfe vollendet. Sie sollte das Bremer Territorium und die Handelswege gegen die Grafen von Hoya schützen. Im Laufe der Zeit kam es daher zu zahlreichen Fehden um den Besitz der Burg, bis sie im 16. Jahrhundert aus strategischen Gesichtspunkten ihre Bedeutung verlor und verfiel. Im Schutz der Burg siedelten sich im Mittelalter Handwerker und Kaufleute an und machten Thedinghausen bereits zu dieser Zeit zu einem zentralen Ort. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde das Amt Thedinghausen besetzt. Durch einen in Celle geschlossenen Friedensvertrag zwischen Frankreich und Schweden einerseits und den Welfenfürsten andererseits trat Schweden das Amt 1679 an die Braunschweiger/Lüneburger Herzöge ab. Im Jahre 1681 wurde das Amt Thedinghausen geteilt, so daß die Lüneburger Herzöge die Vogtei Dörverden und den östlichen Teil des Amtes erhielten und die Braunschweiger den westlichen Teil des Amtes und die Gemeinde Werder.

1807 verleibte Napoleon den gesamten braunschweigischen Besitz dem neugegründeten Westfalen ein. Damit wurde auch das Amt Thedinghausen westfälisch. 1810 wurde Thedinghausen ein Teil des Kaiserreiches Frankreich. Nach russischer Besetzung nahm Herzog Friedrich Wilhelm das Amt Thedinghausen zur Oberhauptmannschaft Stadtoldendorf, dann zum Kreis Holzminden und ab 1850 war es dem Kreis Braunschweig angegliedert. Die Dörfer Bürgerei, Hagen und Westerwisch wurden 1909 zu einer Gemeinde Thedinghausen zusammengeschlossen. Ab 1.1.1966 bildeten die Gemeinden Ahsen-Oetzen, Dibbersen-Donnerstedt, Horstedt, Eißel, Holtorf-Lunsen, Werder und Thedinghausen eine "kleine Samtgemeinde Thedinghausen". Bis auf Ahsen-Oetzen wurden die vorstehenden Ortschaften im Zuge der Gebietsreform zum 1.7.1972 zu einer Einheitsgemeinde Thedinghausen zusammengeschlossen und in den Landkreis Verden eingegliedert. Herausragende Sehenswürdigkeiten in Thedinghausen sind der Erbhof, ein Renaissanceschloß aus dem Jahre 1618 sowie der Rathausplatz mit seinen umliegenden Gebäuden.

Seitenanfang